TELEFONWERBER

– unseriöse Lottogesellschaften / unaufgeforderte Zusendungen
Viele Kunden lassen sich durch die  Überrumpelungstaktik der gutgeschulten Telefonwerber dazu verleiten, ihre Kontonummer dem anrufenden Callcenter herauszugeben.

Allerdings kann der Verkäufer allein daraus nicht schon Ihre Zustimmung zum Lastschrifteinzug herleiten! Dazu braucht es Ihr ausdrückliches mündliches bzw. schriftliches Einverständnis.

Die Tatsache, dass Sie Ihre Kontonummer herausgegeben haben, ist weder ein Beweis für Ihr Einverständnis zu einem Vertrag, noch eine Zustimmung zur Abbuchung. Sie können und sollten den abgebuchten Betrag seitens Ihrer Bank zurückbuchen lassen.

Seriöse Verkäufer lassen sich daher i.d.R. mit einem Rückantwortbrief Ihr Einverständnis zum Lastschriftverfahren schriftlich bestätigen.

Wenn Sie nichts bestellt haben, ist es auch unerheblich, ob es sich um Zeitschriften, Lotto-Lose, Waren oder Dienstleistungen handelt. Das Argument der Betreiber, es gäbe bei Zeitschriften-Abos und Lotto-Losen kein Widerrufsrecht, greift hier nicht, denn es ist kein wirksamer Vertrag zustandegekommen – also braucht man auch nichts zu widerrufen.

Werden Ihnen Zeitschrift einfach zugesandt, ohne dass Sie dies bestellt haben, dann ergibt sich daraus gegen Sie kein Zahlungsanspruch (§ 241a Abs. 1 BGB). Sie brauchen nicht bezahlen, Sie können sogar die Zeitschrift behalten und ggf. entsorgen.

Sämtliche Mahnungen und Zahlungsaufforderungen durch eine Inkassounternehmen können Sie ignorieren. Sollten Sie dazu nicht die Kraft aufbringen, wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.

Handeln müssen Sie erst dann, wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid ins Haus kommt.

Ein Mahnbescheid ist zunächst einmal keine gerichtliche Feststellung, dass die Forderung zurecht besteht. Dies wird vom Gericht zunächst dabei nicht überprüft.

Trotzdem müssen Sie umgehend innerhalb 14 Tagen diesem Mahnbescheid widersprechen, Sie sollten dann auch unbedingt Rechtsberatung einholen.