Pleite ( Insolvenz ) des Bauherrn – Was tun?

Rechtzeitig prüfen an wen man sich bindet
Das Alter des Unternehmens abzufragen, nachzuschauen, welchen Umsatz die Firma in der Vergangenheit gemacht hat und zu prüfen, ob es schon einmal mit Insolvenzen in Berührung gekommen sei.

Weiterhin sollte man prüfen, ob es Referenzobjekte gibt.
Man kann sich im Internet zum Beispiel beim Bundesanzeiger über das Bauunternehmen und seine Wirtschaftskraft schlau machen oder bei den Gerichten Insolvenzbekanntmachungen abfragen.
Außerdem kann man bei der Schufa gegen kleines Geld eine Unternehmensauskunft einholen. Firmenchecks gibt es auch bei Verbraucherverbänden wie dem Verband Privater Bauherren, dem Bauherren-Schutzbund oder „Wohnen im Eigentum“ ebenfalls gegen wenig Geld.

Keine Vorkasse leisten

Ganz wichtig ist auch, sich bei Vertragsabschluss nicht unter Druck setzen zu lassen und möglichst im Vertrag und auch später keine Vorauszahlungen zu vereinbaren.

Auf Unregelmäßigkeiten achten
Wenn die Subunternehmer nicht mehr bezahlt werden oder sich Arbeiten unerwartet lange hinziehen, könnten das erste Anzeichen für eine drohende Insolvenz sein.
Nur nach geprüften ( notfalls Sachverständigen dazu holen ) Bauabschnitt zahlen. Beständige fachkundige Prüfungen sollten regelmäßig vorgenommen werden.

Bei Insolvenz die Zahlung sofort einstellen.
Sofort einen Sachverständigen beauftragen, der den Bautenstand feststellt. Sodann mit dem  Insolvenzverwalter Kontakt aufzunehmen, um von diesem zu erfahren, ob er die baulichen Maßnahmen im Rahmen der Insolvenz fertigstellen will.

Bürgschaften abschließen
Die Baufirma kann für den Fall einer Insolvenz eine Bürgschaft einer Versicherung stellen, welche sodann für die Mehraufwendungen aufkommt.
Bei Abschluss des Bauvertrages eine Firma zu suchen, die in ihrem Vertrag eine Fertigstellungsbürgschaft anbietet.