Bindung des Reiseveranstalters an Flugzeitangabe

Flugzeiten sind Bestandteil des Reisevertrages. Deshalb darf der Reiseveranstalter die Flugzeiten im Rahmen einer Pauschalreise nicht beliebig ändern.
Der Bundesgerichthof ( Urteil vom 10. Dezember 2013 – X ZR 24/13-LG Hannover – Urteil vom 13. März 2012 – 18 O 79/11/OLG Celle – Urteil vom 7. Februar 2013 – 11 U 82/12) hat entschieden, dass auch wenn in den Geschäftsbedingungen und damit im Reisevertrag nur von „vorläufigen“ Flugzeiten die Rede ist, darf der Flug demnach nur aus einem sachlichen Grund verlegt werden. Zwei entsprechende Klauseln sind mit dem BGH-Urteil unwirksam.

Bereits im Frühjahr 2013 hatten es die Oberlandesgerichte Celle und Frankfurt am Main Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften untersagt, die in der Buchung angegebenen Flugzeiten ohne triftigen Grund zu ändern. Flugzeiten sind fester Vertragsbestandteil und dürfen nicht geändert werden, nur weil es für das Unternehmen kostengünstiger ist, wie die Richter feststellten.