Verspätung-Nebel

Nach dem Urteil  des Bundesgerichtshofs Xa ZR 15/10 vom 14. Oktober 2010 ist eine Flugverspätung wegen Nebels kein außergewöhnlicher Umstand


nach der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 über eine gemeinsame Regelung für Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen für Fluggäste im Fall der Nichtbeförderung und bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 295/91 ( FluggastrechteVO ).

Der Bundesgerichtshof hat ferner festgestellt, dass nach Art 7 Abs. 1 Satz 2 FluggastrechteVO bei der Ermittlung der Entfernung der letzte Zielort zu Grunde gelegt wird, an dem der Fluggast infolge der Annullierung später als zur planmäßigen Ankunftszeit ankommt.
Damit ist nicht allein auf den Zielort des einzelnen Beförderungsvorgangs abzustellen, der annulliert worden ist. Vielmehr sind auch die Zielorte von direkten Anschlussflügen im Sinne von Art. 2 Buchst. h FluggastrechteVO zu berücksichtigen, sofern die Annullierung dazu führt, dass der Fluggast auch an diesen verspätet ankommt.