Beleidigung im Internet

Wer durch einen anderen Internetnutzer in den öffentlichen Foren (wie zum Beispiel Facebook) beleidigt oder durch Schmähkritik in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt wird, kann vom Verursacher der böswilligen Einträge Schmerzensgeld verlangen. Hierbei hat das Landgericht Berlin (Az.: 33 O 434/11) schon den Betrag in Höhe von 8000 Euro ausgeurteilt.

Aus den Gründen:

Der Klägerin steht eine Geldentschädigung in Höhe von 8.000,00 € aus § 823 Abs. 1 und Abs. 2 BGB i.V.m. Art. 2 Abs. 1,1 Abs. 1 GG, §§ 185 f. StGB zu.

Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH begründet eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts einen Anspruch auf eine Geldentschädigung, wenn es sich um einen schwerwiegenden Eingriff handelt und die Beeinträchtigung nicht in anderer Weise befriedigend aufgefangen werden kann. Ob eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts vorliegt, die die Zahlung einer Geldentschädigung erfordert, hängt insbesondere von der Bedeutung und Tragweite des Eingriffs, ferner von Anlass und Beweggrund des Handelnden sowie von dem Grad seines Verschuldens ab. Ob ein derart schwerer Eingriff anzunehmen und die dadurch verursachte nicht vermögensmäßige Einbuße auf andere Weise nicht hinreichend ausgleichbar ist, kann nur aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalles beurteilt werden